Veranstaltungstipp: Woche für Demokratie

Foto: Dominik Asbach

Zum 10. Mal findet vom 02. - 06. Februar in Sinsheim die Woche für Demokratie und Toleranz statt.

Montag, 2. Februar 2026, 18.30 Uhr Eröffnungsveranstaltung mit Prof. Dr. Ricarda Steinmayr

Erkenntnisse aus der aktuellen Bertelsmann-Studie „Einsamkeit und gesellschaftlicher Zusammenhalt – Baden-Württemberg 2025“: Vortrag und Diskussion. Die Veranstaltung findet im Hybrid-Format statt. 

  • Ort: Jugendhaus, Lilienthalstr. 7, 74889 Sinsheim

„Wer einsam ist, verliert das Vertrauen in die Demokratie“ – so betitelte die Rhein-Neckar-Zeitung die Veröffentlichung der Studie im November 2025. Eine wesentliche Erkenntnis: In Baden-Württemberg fühlen sich gut 38 Prozent der Menschen einsam! 

Einsamkeit betrifft Menschen jeden Alters – auch hier in Baden-Württemberg. Sie kann nicht nur das persönliche Wohlbefinden und die Gesundheit beeinträchtigen, sondern auch Auswirkungen auf Wirtschaft und Gesellschaft haben. Die BaWü-Einsamkeitsstudie und andere Studien zeigen deutlich: Es gibt bestimmte Risikofaktoren, die das Erleben von Einsamkeit wahrscheinlicher machen.

Doch Einsamkeit ist kein Schicksal. Im Vortrag von Ricarda Steinmayr, Mitautorin der aktuellen Studie, erfahren Sie, welche gesellschaftlichen, kommunalen und individuellen Maßnahmen helfen können, ihr entgegenzuwirken. Gemeinsam wollen wir verstehen, wie Einsamkeit entsteht – und was jede*r Einzelne tun kann, um ihr zu begegnen. Der Vortrag informiert über ein Thema, das oft verborgen bleibt – aber uns alle angeht. Bei der anschließenden Diskussion besteht ausreichend Gelegenheit, Fragen zu stellen. 

Ricarda Steinmayr leitet den Lehrbereich für Pädagogische und Differentielle Psychologie an der TU Dortmund. Im Anschluss an ihr Psychologiestudium hat sie im Zeitraum 2002-2010 an der Universität Heidelberg promoviert und auch habilitiert. 

 

Dienstag, 3. Februar 2026, 09:30 bis 12 Uhr

„Sicher vor Betrug im Internet!“
Info-Vormittag für ältere Menschen mit der Polizei und der VHS Sinsheim. Es referieren Silke Sitzler (Polizeioberkommissarin) und Jan Pillmeier (vhs)

  • Ort: Haus der Volkshochschule, Raum 115 (EG), Muthstr. 16a, 74889 Sinsheim
  • Veranstalter:  vhs Sinsheim & Seniorennetzwerk Sinsheim
  • Weitere Infos: Für einen kleinen kostenlosen Imbiss ist gesorgt. Zugang barrierefrei. Max.25 Teilnehmende, Teilnahme kostenfrei, Anmeldung erforderlich!
  • Anmeldung: info@vhs-sinsheim.de oder 07261 65770

 

Alles Wichtige an einem Vormittag: Sicheres Online-Shopping, „Fake News“ (falsche Nachrichten im Internet) und Fälschungen durch Künstliche Intelligenz. 

Die vhs Sinsheim, das Seniorennetzwerk Sinsheim und die Polizei laden herzlich zu einem gemeinsamen Informationsvormittag für ältere Menschen ein. Digitale Betrugsmaschen werden immer ausgefeilter und treffen besonders häufig ältere Menschen. Unser Ziel ist es, Sie zu stärken, zu informieren und Ihnen mehr Sicherheit im Umgang mit dem Internet zu geben.

Im ersten Teil der Veranstaltung erklärt Polizeioberkommissarin Silke Sitzler, worauf bei Online-Einkäufen zu achten ist, wie sich gefälschte Internetseiten und Schadsoftware erkennen lassen und welche Warnzeichen auf Betrug hindeuten. Sie erfahren außerdem, wie Kriminelle im Internet vorgehen und wie Sie Ihre Geräte und persönlichen Daten mit einfachen Schritten schützen können.

 Nach einer kurzen Pause mit einer kleinen kostenlosen Stärkung geht es im zweiten Teil um das Thema „Künstliche Intelligenz (KI)". Wir zeigen verständlich, wo KI heute bereits genutzt wird und welche Vorteile das bringen kann - aber auch, welche Risiken dadurch entstehen, zum Beispiel durch „Deepfakes", also täuschend echte Falschbilder. Dieser Teil hilft Ihnen, KI besser zu verstehen und sicher damit umzugehen.

 

Dienstag, 3. Februar 2026, 18 und 20 Uhr

Filmvorführung „Solidarity“ in Kooperation mit Cinema Paradiso

  • Ort: Citydom Sinsheim, Wilhelmstr. 15, 74889 Sinsheim
  • Veranstalter: Kommunales Kino CINEMA PARADISO
  • Weiter Infos: Dokumentation 2025, Regie: David Bernet, FSK 12, 93 Minuten, Eintritt 7,50 €
  • Karten:www.citydome-sinsheim.de, 07261 656 9555
  • Weitere Vorführungen: Do., 5. Februar 2026, 17.30 Uhr & So., 8. Februar 2026, 13 Uhr
  • Solidarität zählt zu den wichtigsten Prinzipien menschlicher Gemeinschaften, birgt jedoch auch tiefgreifende Widersprüche. Sie kann als universeller Anspruch verstanden werden, sich um alles Lebendige zu kümmern, doch ebenso kann sie zur Grundlage von Ausgrenzung oder gar Gewalt werden. Dieser Dokumentarfilm blickt Fachleuten im Bereich der Solidarität über die Schultern. Sie sind keine Ersthelfer, sondern Menschen, die in verschiedenen Bereichen des globalen humanitären Systems arbeiten. David Bernet geht der Frage auf den Grund, wie weit unsere Solidarität reicht. Denn gut gemeint ist noch lange nicht gut gemacht. Auf der Suche nach einer Antwort reist er an die Grenzen zu den Krisengebieten Belarus, Ukraine und Gaza/Israel, begegnet Geflüchteten, interviewt UNHCR-Kommissar*innen, ist bei politischen Sitzungen dabei und spricht mit einem Professor über Doppelmoral. (Anja Klauck)

„Ein Dokumentarfilm beleuchtet menschliche Solidarität, die durch Krisen und Kriege ausgelöst wird. Der Film verknüpft Beobachtungen aus Flüchtlingslagern, UN-Debatten und Alltagsszenen von Helfern zu einer Reflexion über Ursprung und Sinn von Solidarität zwischen humanitärem Ideal und politischen Grenzen. Er arbeitet die Selektivität solidarischer Aktionen heraus und fragt nach deren positiven und negativen Seiten. Auf diese Weise entsteht ein vielschichtiges Porträt geleisteter Solidarität, ihrer Grenzen und ideologischen Fallstricke (…).“ Solidarity - Film ∣ Kritik ∣ Trailer – Filmdienst

 

Mittwoch, 4. Februar 2026, 15 bis 17Uhr

„Das Agency-Konzept: Wie Projektarbeit junge Menschen zu solidarischem Handeln anregen kann“ Seminar für Lehrkräfte und (sozial-)pädagogische Fachkräfte mit Bernhard Edin (Realschullehrer, Vorstand KZ-Gedenkstätte Neckarelz)

  • Ort: Online-Seminar (BigBlueButton)
  • Veranstalter: GEW Heidelberg/Rhein-Neckar
  • Weiter Infos: Max. 50 Teilnehmende, Anmeldung erforderlich!
  • Anmeldung:  Anmeldelink wird zeitnah hier veröffentlicht

Die Idee, die Realschule Obrigheim nach Vinzenz Rose zu benennen, war nicht nur ein historisches Projekt einer Geschichte-AG. Vielmehr war es ein politisches. Die Initiative kam von unten. Sie sollte aus der Schulgemeinschaft heraus wachsen, sozusagen basisdemokratisch. Es war der Versuch, Schülerinnen und Schülern demokratische Prozesse unter Realbedingungen erfahrbar zu machen. Sie sollten sich als Handelnde erleben, nicht nur als „Zuschauer“, die einen Unterrichtsstoff lernen.

"Agency" in der Pädagogik bezeichnet die Fähigkeit von Kindern und Jugendlichen, aktiv an ihrer eigenen Bildung und ihrer Umwelt teilzuhaben, eigene Entscheidungen zu treffen und sich in den sie betreffenden Prozessen zu beteiligen. Es geht darum, die Handlungsmacht von Kindern zu stärken und sie als Subjekte zu sehen, die innerhalb gesellschaftlicher Strukturen agieren. Dieser pädagogische Ansatz betont, wie Kinder durch Partizipation und die Übernahme von Verantwortung ihre eigene Entwicklung mitgestalten können.

Im Seminar erfolgt zunächst eine Information über die Entstehungsgeschichte und des Verlaufs des Projekts. Anschließend kann anhand von Situationen, in denen Jugendliche der Geschichte-AG im Kontext des Schulnamens- bzw. Ausstellungsprojekts als handelnde politische Subjekte auftraten, der Agency-Ansatz nachvollzogen werden. In der abschließenden Diskussion soll erfragt werden, wo die Möglichkeiten und Grenzen eines solchen Projekts liegen und wie alltagstauglich dieses Konzept in der schulischen und außerschulischen Bildungsarbeit ist. 

 

Mittwoch, 4. Februar 2026, 18 bis 20 Uhr

Pub Quiz zur Landtagswahl 2026: „Dein Wissen zählt!“

  • Ort: Quints-Café, Bahnhofstr. 16, 74889 Sinsheim (Nebenzimmer)
  • Veranstalter: vhs Sinsheim & Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg
  • Weitere Infos: Teilnahme für Teams und Einzelpersonen ab 16 Jahren möglich. Max. 20 Teilnehmende. Teilnahme kostenfrei, Getränke auf eigene Rechnung. Anmeldung erforderlich!
  • Anmeldung:info@vhs-sinsheim.de, Telefon: 07261 65770, bitte gebt euren Teamnamen sowie die Namen aller Teammitglieder an. Auch Einzelpersonen können sich anmelden und werden zu Teams zusammengestellt.

Ein spannender Pub Quiz-Abend mit Fragen zu Politik, Geografie und der Geschichte Baden-Württembergs. Gemeinsam im Team raten, neues Wissen entdecken und dabei viel Spaß haben. 

Testet euer Wissen mit spannenden Quizfragen – gemeinsam mit netten Leuten, leckeren Getränken und der Chance auf einen kleinen Preis für euer Team! Stellt euch als Team mit 3–4 Personen den Fragen zu Politik, Geografie und der Geschichte Baden-Württembergs sowie zu Alltäglichem, Kuriosem und Lustigem rund ums „Ländle“. Ein unterhaltsamer Abend voller Wissen, Überraschungen und guter Laune erwartet euch!

Hinweis zur politischen Neutralität: Die vhs Sinsheim und die Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg sind zur parteipolitischen Neutralität verpflichtet. Parteisymbole oder politische Werbung dürfen bei der Veranstaltung nicht gezeigt oder genannt werden.

 

Donnerstag, 5. Februar 2026, 19 Uhr

„Ich wollte leben wie die Götter“ - Vortrag & Buchvorstellung mit Ibraimo Alberto

  • Ort: SAM Café am Burgplatz, Burggasse 26, 74889 Sinsheim
  • Veranstalter: Bündnis für Toleranz & Agenda-Gruppe „Internationale Begegnung“ & Sinsheimer Arbeitsgemeinschaft Migration.
  • Weitere Infos: Der Eintritt ist frei. Sie können gerne eine kleine Spende tätigen.

Der Roman „Ich wollte leben wie die Götter. Was in Deutschland aus meinen afrikanischen Träumen wurde“ ist 2014 beim Verlag Kiepenheuer & Witscherschienen. Eine spannende autobiografische Erzählung, die davon handelt, wie sich ein Mensch aus Mosambik das Leben in Europa vorstellte, was er dafür tat, seine Träume zu realisieren und welche Erfahrungen er letztlich im „Land der Götter“ machte.

Ibraimo Alberto wird 1963 in Mosambik auf der Farm eines portugiesischen Großgrundbesitzers geboren. Das Recht, die Schule zu besuchen, muss er sich erkämpfen. Erst 1975, nach fast 500 Jahren portugiesischer Kolonialherrschaft, wird das Land unabhängig. Ibraimo kommt 1981 als Vertragsarbeiter in die DDR. Er träumt davon, ein Sportstudium zu absolvieren. Stattdessen wird er im VEB Fleischkombinat Berlin zum Fleischer ausgebildet. 

Ibraimo Alberto beginnt gleich nach seiner Ankunft in Ostberlin mit dem Boxtraining. Später nimmt er an mehreren Wettkämpfen in der DDR und im Ausland teil. 1990 zieht er von Berlin nach Schwedt und boxt für PCK Schwedt zehn Jahre lang in der Bundesliga. Er macht eine Ausbildung zum Sozialarbeiter. In Schwedt ist Alberto mehrere Jahre Stadtverordneter und Ausländerbeauftragter. 2011 verlässt er die Stadt aufgrund andauernder rassistischer Angriffe auf ihn und seine Familie. Heute lebt er in Berlin.

 

Freitag, 6. Februar 2026, 16:30 bis 21:30 Uhr

Solidarisches Fußballturnier für Teams bis zu 5 Personen 

  • Ort:  Halle der Carl-Orff-Schule, Werderstr. 8, 74889 Sinsheim
  • Veranstalter: Fanprojekt Hoffenheim & Jugendhaus Sinsheim
  • Weitere Infos: Anmeldung per Mail (fanprojekt-hoffenheim@ib.de), Instagram oder persönlich.

Das Fanprojekt Hoffenheim und das Jugendhaus Sinsheim laden Jugendliche zu einem Fußballturnier in der COS-Halle ein. Am 6. Februar 2026 um 16:30 Uhr können Teams von maximal fünf Personen ihr Können unter Beweis stellen. Anders als bei klassischen Fußball-Turnieren werden die Spiele mit kleinen Handicap-Runden gespielt, die Zusammenarbeit, Teamgeist und gegenseitige Unterstützung fördern.

Eine Anmeldung ist erforderlich!

 

Weitere Angebote im Zeitraum 2. bis 27. Februar 2026

Ausstellung zum Plakatwettbewerb: „Solidarität“ aus Sicht von Kindern und Jugendlichen im Rathaus-Foyer (1. OG)

Ende 2025 wurde ein Plakatwettbewerb ausgeschrieben, bei dem Kinder und Jugendliche zwischen 6-18 Jahren ein Din A2-Plakat zum Thema SOLIDARITÄT gestalten konnten. Teilnehmen konnten sowohl Einzelpersonen als auch kleinere Gruppen. Zur Teilnahme wurde über die Schulen, aber auch über Vereine, Kirchen und Verbände eingeladen. Dabei konnten folgende Fragestellungen bearbeitet werden:

  • Solidarität – was heißt das für dich? Welche Gedanken hast du dazu?
  • Wo begegnet dir Solidarität in deinem Alltag/in unserer Gesellschaft?
  • Wie genau sieht das aus?
  • Wer benötigt eigentlich Solidarität?
  • Wie kannst du Werbung machen für Solidarität?

Die ansprechendsten Werke werden bei der Eröffnungsveranstaltung am 02.02. im Jugendhaus prämiert. Außerdem können die Plakate im Rahmen einer Ausstellung über den gesamten Monat Februar 2026 im Rathaus-Foyer besichtigt werden. Die Ausstellung ist zu den üblichen Rathaus-Öffnungszeiten zugänglich. 

 

Büchertisch zum Themenfeld „Solidarität“ in der Buchhandlung Doll, Bahnhofstr. 17, 74889 Sinsheim

Wie in jedem Jahr wird die Buchhandlung Doll auch 2026 wieder einen Büchertisch zum Schwerpunktthema der Woche für Demokratie und Toleranz anbieten. Dort sind sowohl Werke der unterschiedlichen Referenten erhältlich, wie auch weitere Literatur zum Thema Solidarität. Die Öffnungszeiten der Buchhandlung sind Mo-Fr 9-18.30 Uhr und Sa 9-14 Uhr. 

 

Workshops zum Thema Meinungsfreiheit: „ACHTUNG! – Meine Meinung …“ 

Ein fester Bestandteil der Woche für Demokratie und Toleranz sind Demokratie-Workshops, die für alle achten Klassen der weiterführenden städtischen Schulen angeboten werden. So werden im Zeitraum vom 2.-6. Februar insgesamt 10 Workshops an der Theodor-Heuss-Schule, der Kraichgau Realschule und am Wilhelmi-Gymnasium stattfinden. 

Im Workshop „ACHTUNG! – Meine Meinung …“ steht das Thema Meinungsfreiheit im Mittelpunkt: 

Die Schülerinnen und Schüler erfahren, dass Grundrechte wie Meinungsfreiheit einerseits einen individuellen Anspruch beinhalten, andererseits aber auch durch die Gesellschaft begrenzt werden, wenn sie die Rechte von anderen tangieren. Worin unterscheidet sich eine Meinung von einer Behauptung und wann wird eine Aussage zu einer Beleidigung? Wie kann die Meinungsfreiheit geschützt werden? Wo kann durch Gegenrede auch Solidarität zum Ausdruck gebracht werden? 

Die Jugendlichen verstehen, dass Grundrechte nicht automatisch bestehen, sondern dass es wichtig ist, sich für diese einzusetzen um sie zu schützen und zu erhalten. 

Der Bildungsträger WERTE !M BLICK hat unterschiedliche Workshops zum Thema Demokratiebildung im Angebot. Er ist bereits zum wiederholten Mal im Rahmen der Woche für Demokratie und Toleranz an den Sinsheimer Schulen tätig. 

 

Weitere Informationen gibt es beim städtischen Kinder- und Jugendreferat unter jugendreferat@sinsheim.de oder 07261-404 261.

 

ANSPRECHPERSON

Markus Bosler
Kinder- und Jugendreferat der Stadt Sinsheim
Wilhelmstr. 14-18
74889 Sinsheim
Tel.: (07261) 404 261
jugendreferat(at)sinsheim.de

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