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JuLe - Jugendhilfe im Lebensfeld

Kinder haben mit ihren eigenen Ansprüchen, mit Anforderungen durch Eltern und Schule fertig zu werden. Kombiniert mit einem riesigen Freizeit- und Medienangebot führen sie bei den Kindern und Jugendlichen oftmals zu Orientierungsschwierigkeiten, zu auffälligen oder gar gefährdenden Verhaltensweisen. Mit JuLe stellen wir Ihnen hier unsere  familienintegrierende Betreuungsform vor, mit der wir unter anderem in der Lage sind, den Auswirkungen dieser Zeiterscheinungen die Stirn zu bieten.

JuLe setzt die Hilfe in der gewohnten Umgebung des Kindes bzw. des Jugendlichen an. Bei Schwierigkeiten im Alltag gezielt, fachlich fundiert unterstützt und betreut zu werden, gleichzeitig eine Vielzahl an Freizeitangeboten nutzen zu können, ohne ins Heim zu müssen, ist sehr erfolgreich und wird auch von den betroffenen Kindern, Jugendlichen und deren Eltern hoch eingeschätzt! Eng arbeiten wir mit der jeweiligen Familie zusammen. Denn diese Kooperation und die Einbeziehung familiärer Stärken und Vorteile lässt ein wirksames Aufarbeiten der Probleme wie Unkonzentriertheit, Lernstörungen, Gruppenunfähigkeit oder Unzuverlässigkeit in unterschiedlichsten Ausprägungen zu. Drei Betreuungsformen sind auf die verschiedenen Problemstellungen dieser Kinder/Jugendlichen und Familien zugeschnitten. Sie unterscheiden sich in Kontinuität, Intensität und in der Einzel- oder Gruppenbetreuung.

1. Die Tagesgruppe

Bei sehr starken Störungen der familiären Strukturen, bei Kindern mit ausgeprägten Konzentrationsschwierigkeiten oder extremer Gruppenunfähigkeit setzt die Tagesgruppe an. Die Kinder werden täglich nach der Schule bis zum Abend in gleichbleibenden Gruppen betreut. Gemeinsam essen, lernen, spielen und entspannen, liebevolle Zuwendung und kontinuierliche Tagesabläufe führen schon nach einigen Wochen zu deutlichen sozialen und schulischen Lernerfolgen. Im Vordergrund steht die Gruppenpädagogik, nicht die Einzelbetreuung.

2. Soziale Gruppenarbeit

Die Betreuung in sozialer Gruppenarbeit empfehlen wir bei Kindern mit Konzentrationsschwierigkeiten, mangelnder Ausdauer und starker Unzuverlässigkeit. Vorausgesetzt, dass sich die Kinder in einem tragfähigen familiären Beziehungsnetz befinden, in dem vertrauensvoll miteinander umgegangen wird und in dem die ausreichende Versorgung der Kinder gewährleistet ist. Die Kinder sind ein oder zwei Tage je Woche nach der Schule bis abends bei uns. In wechselnden, offenen Gruppen lernen sie, Verantwortung zu übernehmen, spielerisch Problemlösungen zu entwickeln und sich anhaltend zu konzentrieren. Sehr wichtig ist die Kooperationsbereitschaft der Familie und das Vorhandensein von zeitlichen Ressourcen für die Beschäftigung mit den Kindern. In der individuell zugeschnittenen sozialen Gruppenarbeit verfolgen wir das präventive Ziel, größere Probleme und Auffälligkeiten zu vermeiden.

3. Die individuelle Hilfe

Gruppenunfähige Kinder und Jugendliche, die sozusagen notorisch auf Konfliktkurs gehen, weg- anstatt zuhören, die harmonische Situationen zerstören, sich eher aggressiv verhalten und die möglicherweise wegen unzureichender Freizeitaktivitäten ins Straucheln geraten, zum Drogenkonsum tendieren oder Probleme bei der Berufsfindung zeigen, betreuen wir im Alltag einzeln. In Gesprächen, z.B. in der Pro JuLe-Einrichtung, zu Hause oder im Jugendhaus, bauen wir Vertrauen auf und helfen, die Tagesprobleme zu bewältigen. Der Jugendliche lernt Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit und die Eingliederung in soziale Strukturen in Gruppen. Gemeinsam mit der Familie entwickeln wir Lösungsansätze zur schulischen und beruflichen Orientierung, beim Ablöseprozess von Zuhause und bei Beziehungs- und Partnerkonflikten. Diese individuelle Hilfe setzt sich bei Bedarf in der Tagesgruppe oder in der sozialen Gruppenarbeit fort und in Notsituationen auch in Tag- und Nachtbetreuung.

Förderzentrum im Lebensfeld

Förderzentren machen es möglich, ohne Ortswechsel von einem Hilfeangebot in ein anderes zu wechseln. Denn hier sind mehrere Hilfsangebote zusammengefasst. Feste Angebote, die inhaltlich voneinander abweichen oder die sich ergänzen. Derjenige, der Hilfe benötigt, hat das passende Alternativangebot also meistens gleich vor Ort. Die Hilfe kann hier in sehr feinen Nuancen abgestimmt werden.

Förderzentrum Bad Rappenau

In Bad Rappenau sind drei Angebote im Förderzentrum zusammengeführt: die Soziale Gruppenarbeit, mit nur stundenweiser Betreuung, die Tagesgruppe, zum Teil mit Nachtbetreuung, und die Erziehungsbeistandschaft.

Ansprechpartner

Herr Jochen Enchelmaier
Fachbereichsleitung

Bahnhofstraße 50
75031 Eppingen

Tel.: (0 72 62) 25535-2600
jochen.enchelmaier@djhn.de

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