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Tagesgruppen

Innerhalb des Familienlebens ist die Erziehung von Kindern und Jugendlichen am wirksamsten. Bei ihrer Betreuung ist deshalb auf die größtmögliche Einbindung der Familie zu achten. Hier zeigen wir Ihnen die Betreuungsform der Tagesgruppe. Als Tagesbetreuung mit Wohnen in der Familie schließt sie die Lücke zwischen der pädagogischen Unterstützung in Wohngruppen und der reinen Familienberatung.

Die Tagesgruppen wurden für Kinder im Schulalter, die aufgrund auffälligen Sozial- und Leistungsverhaltens qualifizierter pädagogischer Förderung bedürfen, entwickelt. Die Betroffenen wohnen in erreichbarer Nähe zur Gruppe, werden von 11 Uhr bis 17 Uhr betreut und kehren abends nach Hause zurück. Was beispielsweise auch den Eindruck verhindert, dass es sich um drastische erzieherische Sondermaßnahmen oder gar um ein Abschieben handelt.

Unsere Tagesgruppen lösen die Schwierigkeit, den engen, aktiven Bezug zur Familie mit einer intensiven sozialpädagogischen Förderung zu kombinieren. Die Stabilität der familiären Beziehung spielt für das Wohl des jungen Menschen eine bedeutende Rolle. Sie gewährleistet seine Erziehung und Förderung auch außerhalb unserer Betreuungszeiten. Wir wollen in der Tagesgruppenarbeit dieses elterliche Bezugssystem erhalten, eher noch die elterliche Erziehungskompetenz stärken, damit das Kind in seinem gewohnten Umfeld bleiben kann.

Da täglich nur begrenzt Betreuungsstunden zur Verfügung stehen, liegt ein Schwerpunkt auf der effektiven Strukturierung der Arbeit. Drei pädagogische Ziele stehen dabei im Vordergrund:

1. Das soziale Lernen in der Gruppe:

Soziales Lernen folgt den gleichen Gesetzmäßigkeiten wie kognitives Lernen, weshalb wir die pädagogischen Maßnahmen verhaltensnah und handlungsorientiert gestalten. In wiederkehrenden Alltagssituationen, in der Freizeit und im Rahmen gezielter Trainings entstehen gruppenpädagogische Wirkungen. Die Gruppe selbst reguliert hier störende Verhaltensweisen und lässt zu, dass sozialkompetentes Verhalten einfach durch Probieren gelernt wird. Wenn notwendig, ergänzt die Einzelfallhilfe die Förderung in der Gruppe. Die Kinder lernen ihre eigene Person besser kennen, um kontrolliert und selbstgesteuert zu handeln. ,,Geben und nehmen" - sie lernen auch den sozialen Umgang mit anderen in verschiedenen Situationen des Alltags.

2. Die schulische Förderung:

Schulische Leistungen sind erst möglich, wenn entsprechendes Lern- und Sozialverhalten ausgebildet ist. Deshalb haben wir in der schulischen Unterstützung neben der Hausaufgabenbetreuung einen weiteren Schwerpunkt auf die Förderung des Lern- und Sozialverhaltens gelegt. Die Kinder lernen Ausdauer und die Fähigkeit, sich zu konzentrieren. Regelmäßiges Lernen kann Spaß machen! Selbständiges Lernen und Eigeninitiative sind vielleicht anstrengend, führen aber zu persönlichen Erfolgserlebnissen, die wieder neu anspornen. Keine Angst vor der Schule! Wir entwickeln ein Klima des Vertrauens und der friedlichen, partnerschaftlichen Zusammenarbeit.

3. Die Zusammenarbeit mit den Eltern

Die Betreuung in Tagesgruppen setzt grundsätzlich die aktive Zusammenarbeit von Eltern und Erziehern voraus. Die Eltern werden in unterschiedlichen Formen in die pädagogischen Maßnahmen einbezogen: durch informelle und systematische Gespräche, Freizeitaktivitäten, familientherapeutische Methoden oder indem sie selbst hin und wieder an der Gruppe teilnehmen.

Eine Tagesgruppe mit zwei Fachkräften betreut acht Kinder und Jugendliche an Schultagen und bis zu vier Wochen lang in den Schulferien. An- und Abreise organisiert die  Diakonische Jugendhilfe. Die Tagesgruppen in Heilbronn, Eppingen und Bad Rappenau arbeiten lebensfeldorientiert, so dass vorhandene Sozialkontakte bis hin zum Unterricht in der bisherigen Schule gesichert sind. Die Tagesgruppe in Kleingartach ist für Kinder konzipiert, die einen größeren Bedarf an sonderpädagogischen Maßnahmen haben und daher unsere Schule für Erziehungshilfe besuchen. Damit unsere Mitarbeiter für die tägliche Arbeit mit jungen Menschen fachlich immer wieder neu inspiriert und motiviert werden, haben wir eigene Mechanismen zur Beratung, Fortbildung und Leistungskontrolle eingeführt.

Ansprechpartner

Frau Cornelia Keller
Sekretariat

Walder-Weissert-Str. 6
75031 Eppingen-Kleingartach

Tel: (0 72 62) 25535-1020
cornelia.keller@djhn.de

 

 

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