Multisystemische Therapie (MST)

Die Multisystemische Therapie ist eine ambulante Methode für die Arbeit mit Jugendlichen (bzw. deren Familien), die Verhaltensweisen wie Schulabwesenheit, Schulkonflikte, Drogenkonsum, Straftaten und/oder Abgängigkeit zeigen sowie durch die zuständigen Institutionen – Schule, Erziehungshilfe, Kinder- und Jugendpsychiatrie – nicht mehr erreicht oder sogar ausgeschlossen werden.

Diese Therapieform wurde vor 20 Jahren an der Medical University of South Carolina (USA) entwickelt und wird inzwischen weltweit in 15 Ländern angeboten. Sie basiert auf bewährten Konzepten aus Verhaltenstherapie und systemischem Arbeiten und wird durch intensive Beratungs- und Evaluationsstrukturen flankiert.

Zielgruppe, Aufnahmevoraussetzungen, Ausschlusskriterien:
Jugendliche (12 bis 17 Jahre) mit den o.g. Verhaltensweisen. Es muss mindestens eine erwachsene Bezugsperson geben, die bereit ist dauerhaft mit dem betroffenen Jugendlichen zusammenzuleben. MST ist ungeeignet bei Autismus, geistiger Behinderung und isoliert vorkommenden sexuellen Verhaltensstörungen. 

Ziel, Methoden und Rahmenbedingungen:
Ziel ist der Verbleib des Jugendlichen in seinem Zuhause und die Reduzierung negativen Verhaltens. Dazu werden die Eltern in die Lage versetzt dauerhaft den notwendigen Einfluss auf ihr Kind auszuüben, ihr Handeln gut mit anderen wichtigen Akteuren - z.B. der Schule - abzustimmen und Ressourcen im Umfeld (wieder) zu entdecken und zu nutzen.

Die Hilfedauer beträgt 4 bis 5 Monate. Pro Woche gibt es 2 bis 3 feste Gesprächstermine, flexible Kontakte nach Bedarf und eine permanente Rufbereitschaft. Die Hilfe kann auch stattfinden, wenn der junge Mensch nicht mit dem MST Team arbeiten möchte.

Standort
August-Mogler-Strasse 1-3
74080 Heilbronn

Ansprechperson

Jens Prillwitz
Teamleitung
August-Mogler-Strasse 1-3
74080 Heilbronn